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Ezidisches Hilfswerk beim NRW-Tag 2026 in Münster vertreten

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Am 30. August 2026 wurde das Ezidische Hilfswerk beim großen ökumenischen Gottesdienst im Rahmen des NRW-Tages in Münster durch unser Mitglied Ismet Nokta vertreten. Vor rund 2.000 Besucherinnen und Besuchern sprach Ismet Nokta über den ezidischen Glauben, Toleranz, gegenseitigen Respekt und das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionsgemeinschaften. In seiner Ansprache betonte er, dass der Mensch Verantwortung für sein eigenes Handeln trägt und dass Respekt gegenüber anderen Religionen fest im ezidischen Glauben verankert ist. Ein besonders wichtiger Gedanke seiner Rede war ein traditionelles ezidisches Gebet: „Gott, schütze erst die 72 Völker und dann uns.“ Dieser Satz steht sinnbildlich für die Offenheit und Toleranz des Ezidentums gegenüber anderen Gemeinschaften und Religionen. Ismet Nokta sprach außerdem über die besondere Bedeutung von Spiritualität und Naturverbundenheit im ezidischen Glauben. Die Erde und alle Lebewesen werden als göttliche Gaben verstanden, denen mit Achtung und Verantwortung begegnet werden soll. Passend dazu zitierte er den Gedanken: „Die Welt ist wie ein Garten mit allen Blumensorten – und auch wir sind eine Blume in diesem Garten.“ Neben seiner Ansprache überreichte Ismet Nokta mehreren anwesenden Persönlichkeiten Bilder als Zeichen der Erinnerung und des gegenseitigen Respekts. Dem Bischof wurde unter anderem ein Werk über den Genozid an den Eziden in Shingal übergeben. Die Übergabe sowie die Rede wurden vom Publikum mit großem Applaus aufgenommen. An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft teil. Unter den Anwesenden befanden sich unter anderem Ministerin Dorothee Feller, Münsters Oberbürgermeister sowie hochrangige Vertreter der Kirchen. Auch Medienvertreter und der WDR begleiteten die Veranstaltungen rund um den NRW-Tag. Für das Ezidische Hilfswerk war die Teilnahme eine wichtige Gelegenheit, die ezidische Gemeinschaft öffentlich zu vertreten, auf ihre Geschichte und Kultur aufmerksam zu machen und gleichzeitig ein klares Zeichen für Toleranz, Dialog, Frieden und gegenseitigen Respekt zu setzen. Wir bedanken uns herzlich bei unserem Mitglied Ismet Nokta für die würdige Vertretung des Ezidischen Hilfswerks beim NRW-Tag 2026 in Münster.

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Erweiterung des Projekts: Schutz-, Heilungs- und Begegnungszentrum für jesidische Frauen

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Mit der geplanten Frauenbegegnungsstätte möchten wir einen sicheren, geschützten und würdevollen Ort für jesidische Frauen schaffen. Viele Frauen und Mädchen haben durch Krieg, Vertreibung, Gewalt und den Genozid an den Jesiden schweres Leid erfahren. Die Folgen sind oft nicht nur körperlich, sondern auch seelisch, sozial und familiär spürbar. Unser Ziel ist es, einen Ort aufzubauen, an dem Frauen Schutz, psychologische Unterstützung, Gemeinschaft, Bildung und neue Hoffnung finden können. Die Begegnungsstätte soll ein Raum sein, in dem Frauen heilen, Vertrauen zurückgewinnen, sich austauschen und neue Perspektiven für ihr Leben entwickeln können. Was die Frauenbegegnungsstätte bieten soll Das Zentrum ist als ganzheitlicher Ort der Unterstützung geplant. Im Mittelpunkt stehen Schutz, Heilung, Bildung, Gemeinschaft und Selbstbestimmung. Geplant sind unter anderem: Die Begegnungsstätte soll nicht nur ein Gebäude sein, sondern ein Ort der Würde, Sicherheit und Hoffnung. Geplante Räumlichkeiten und Außenbereiche Das Projekt umfasst ein modernes, barrierearmes und geschütztes Zentrum mit verschiedenen Funktionsbereichen. Vorgesehen sind unter anderem ein Empfangsbereich, Verwaltungsräume, Beratungszimmer, Gruppen- und Schulungsräume, ein großer Gemeinschaftssaal, Kreativräume, Musik- und Tanzräume, eine Bibliothek, eine Cafeteria, Gebets- und Meditationsräume sowie sanitäre und technische Bereiche. Zusätzlich ist ein weitläufiger Außenbereich geplant. Dieser soll unter anderem Gartenflächen, Erholungsbereiche, Sportflächen, Gehwege, Sitzbereiche und Flächen für Pflanzen- und Umweltworkshops enthalten. Dadurch entsteht ein Ort, der Sicherheit, Natur, Bewegung und Gemeinschaft miteinander verbindet. Ein Projekt mit langfristiger Wirkung Die Frauenbegegnungsstätte ist langfristig angelegt. Sie soll professionell begleitet und über mehrere Jahre hinweg betreut werden. Dafür sind Fachkräfte wie Sozialarbeiterinnen, Pädagoginnen, Trauma-Beraterinnen, Psychotherapeutinnen, Koordinatorinnen sowie unterstützendes Personal vorgesehen. Das Zentrum soll Frauen dabei helfen, Projektbedarf und Finanzierung Für die Umsetzung des Projekts werden erhebliche finanzielle Mittel benötigt. Die aktuelle Planung umfasst Bau, Ausstattung, Infrastruktur, professionelle Betreuung, laufende Betriebskosten und eine langfristige Unterstützung der Frauen. Der geschätzte Gesamtbedarf für das Projekt über fünf Jahre beträgt rund 1.583.000 Euro. Darin enthalten sind unter anderem Bau- und Infrastrukturkosten, Personalkosten für professionelle Betreuung sowie jährliche Betriebs- und Versorgungskosten. Jede Spende hilft dabei, diesen wichtigen Ort möglich zu machen. Mit Ihrer Unterstützung können wir jesidischen Frauen einen sicheren Raum geben, in dem Heilung, Gemeinschaft, Bildung und ein neuer Anfang möglich werden. Gemeinsam schaffen wir einen Ort der Hoffnung. Einen Ort für Frauen. Einen Ort für Würde, Schutz und Zukunft.

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Neue Niederlassung in Münster – Am Hafen eröffnet

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Wir freuen uns sehr, die Eröffnung unserer neuen Niederlassung in Münster – Am Hafen bekanntzugeben. Mit diesem neuen Standort erweitern wir unsere Arbeit und schaffen eine weitere Anlaufstelle für Menschen, die sich informieren, engagieren, unterstützen oder Teil unserer humanitären Projekte werden möchten. Die neue Niederlassung ist für uns ein wichtiger Schritt, um unsere Reichweite zu vergrößern, unsere Strukturen zu stärken und unsere Hilfe noch besser zu organisieren. Das Ezidische Hilfswerk Rote Sonne e.V. setzt sich seit Jahren dafür ein, bedürftige Menschen unabhängig von Herkunft oder Glauben zu unterstützen. Besonders im Fokus stehen humanitäre Hilfe, Wiederaufbau, Wasserprojekte, Bildungsförderung und die Unterstützung von Familien in Krisen- und Katastrophengebieten. Warum Münster für uns wichtig ist Münster ist eine lebendige, engagierte und vielfältige Stadt. Mit der Lage Am Hafen entsteht ein moderner und gut erreichbarer Standort, der Austausch, Begegnung und Organisation miteinander verbindet. Unsere neue Niederlassung soll ein Ort werden für: Gerade für unsere Arbeit ist es wichtig, nah bei den Menschen zu sein. Hilfe beginnt oft mit einem Gespräch, einer Idee oder dem Wunsch, etwas Gutes zu tun. Genau dafür möchten wir in Münster einen offenen und vertrauensvollen Raum schaffen. Mehr Nähe, mehr Austausch, mehr Wirkung Mit der neuen Niederlassung in Münster möchten wir unsere humanitäre Arbeit weiter professionalisieren und gleichzeitig mehr Menschen die Möglichkeit geben, sich aktiv einzubringen. Ob durch Spenden, ehrenamtliche Unterstützung, Projektpatenschaften, Sachspenden oder Kooperationen: Jede Form der Hilfe kann einen konkreten Unterschied machen. Besonders bei Projekten rund um sauberes Wasser, Bildung, Wiederaufbau und nachhaltige Versorgung zählt jede Unterstützung. Unsere Arbeit zeigt: Wenn Menschen zusammenkommen, können aus kleinen Beiträgen große Veränderungen entstehen. Ein neuer Standort mit klarer Mission Die Eröffnung der Niederlassung in Münster – Am Hafen ist für uns nicht nur eine organisatorische Erweiterung. Sie ist auch ein Zeichen für Wachstum, Verantwortung und Zusammenhalt. Wir möchten mit diesem Standort noch mehr Menschen erreichen, neue Unterstützerinnen und Unterstützer gewinnen und unsere Projekte langfristig stärken. Wir bedanken uns bei allen, die diesen Schritt möglich gemacht haben, und freuen uns auf viele Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Aktionen in Münster. Weitere Informationen über unsere Arbeit, aktuelle Projekte und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es auf unserer Website: www.rojasor.eu

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Wir sind jetzt Mitglied im Eine Welt Netz NRW

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Wir freuen uns, bekannt geben zu dürfen, dass wir ab sofort Mitglied im Eine Welt Netz NRW sind. Das Eine Welt Netz NRW ist ein starkes Landesnetzwerk für Organisationen, Initiativen, Vereine und engagierte Menschen, die sich für globale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Fairness, Bildung und internationale Solidarität einsetzen. Für uns ist diese Mitgliedschaft ein wichtiger Schritt, um unser Engagement weiter auszubauen, uns mit anderen Akteurinnen und Akteuren zu vernetzen und gemeinsam mehr Wirkung zu erzielen. Unsere Arbeit steht für Verantwortung, Zusammenhalt und konkrete Hilfe. Besonders im Bereich Wasser, nachhaltige Entwicklung und gesellschaftliches Engagement ist es uns wichtig, nicht isoliert zu handeln, sondern Teil eines größeren Netzwerks zu sein. Durch die Mitgliedschaft im Eine Welt Netz NRW können wir Erfahrungen austauschen, neue Impulse aufnehmen und unsere Projekte noch sichtbarer machen. Warum diese Mitgliedschaft für uns wichtig ist Globale Herausforderungen wie Wasserknappheit, soziale Ungleichheit, Klimawandel und fehlende Zugangsmöglichkeiten zu grundlegender Versorgung lassen sich nur gemeinsam angehen. Genau deshalb ist Vernetzung so wertvoll. Als Mitglied im Eine Welt Netz NRW möchten wir: Die Mitgliedschaft zeigt auch: Unser Projekt ist Teil einer größeren Bewegung. Einer Bewegung, die sich für eine gerechtere, nachhaltigere und verantwortungsvollere Welt einsetzt. Gemeinsam mehr bewegen Wir sehen diese Mitgliedschaft als Motivation und Verpflichtung zugleich. Sie bestätigt unseren bisherigen Weg und eröffnet neue Möglichkeiten für die Zukunft. Unser Ziel bleibt klar: Wir möchten mit unserer Arbeit einen konkreten Beitrag leisten, Menschen unterstützen und nachhaltige Projekte voranbringen. Die Mitgliedschaft im Eine Welt Netz NRW hilft uns dabei, unsere Reichweite zu erhöhen, unser Netzwerk zu erweitern und gemeinsam mit anderen engagierten Menschen noch mehr zu bewegen. Wir bedanken uns beim Eine Welt Netz NRW für die Aufnahme und freuen uns auf den Austausch, die Zusammenarbeit und die gemeinsamen nächsten Schritte. Weitere Informationen zum Eine Welt Netz NRW gibt es hier:www.eine-welt-netz-nrw.de

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Aufbau Kinder Autismuszentrum

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RojaSor unterstützt den Aufbau eines Autismus Zentrums – Das erste dieser Art in Region Rojava (Norsyrien). Wir suchen tatkräftige Unterstützung – Schließt euch uns an – In erster Linie geht es die Einrichtung einzurichten, Aufbau von KnowHow und Wissenstransfer – Du willst uns unterstützen? Dann melde dich gerne – Oder Gibt die Info gerne weiter Wir suchen dringend in den Bereichen: Kinder- und Jugendpsychiater/In Psychologen/-Therapeute/in Heil- oder Sonderpädagoge/in Logopäde/Logopädin Ergotherapeut/in Sozialarbeiter/in Nähere per Mail oder hier:rojasor.eu info@ezidischeshilfswerk.de

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Akute humanitäre Krise in Aleppo: Sheikh Maqsoud und Ashrafieh brauchen dringend Hilfe und sichere Zugänge

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Seit drei Tagen werden die Stadtteile Sheikh Maqsoud und Ashrafieh in Aleppo erneut schwer attackiert. Diese Eskalation der Gewalt trifft eine Zivilbevölkerung, die bereits seit fast fünf Monaten unter einer belagerungsähnlichen Situation leidet. Die Lage ist katastrophal und verschlimmert sich stündlich. Die aktuelle Bilanz ist erschütternd: 11 Menschen haben ihr Leben verloren. 62 Zivilist:innen wurden verletzt, darunter 13 in kritischem Zustand, die dringend spezialisierte medizinische Versorgung benötigen. Die grundlegendsten Vorräte in den eingeschlossenen Vierteln neigen sich dem Ende zu. Das Gesundheitswesen steht vor dem Kollaps: Die fünf noch funktionierenden Krankenhäuser kämpfen mit enormen Herausforderungen: Treibstoffmangel bedroht den Betrieb von Generatoren und lebenswichtiger medizinischer Ausrüstung. Medizinisches Personal musste teilweise mit seinen Familien fliehen, was die ohnehin begrenzte Kapazität weiter reduziert. Evakuierungen sind nicht möglich: Trotz aller Bemühungen konnten Teams des Roten Kreuzes und des Syrisch-Arabischen Roten Halbmonds aufgrund anhaltenden Beschusses und Blockaden durch die angreifenden Kräfte keine Verwundeten evakuieren. Diese Menschen sind in akuter Lebensgefahr. Unsere dringendsten Appelle und Forderungen: Sofortige und sichere Zugangswege: Wir fordern alle Konfliktparteien und die internationale Gemeinschaft auf, umgehend sichere humanitäre Korridore zu etablieren. Nur so können Verletzte evakuiert und Hilfsgüter eingebracht werden. Hinweis: Die Teams des Kurdischen Roten Halbmonds stehen mit 15 voll ausgestatteten Rettungswagen, Ärzt:innen und Sanitäter:innen bereit, um sofort zu evakuieren, sobald der Zugang sicher ist. Lebensrettende medizinische Versorgung: Es besteht akuter Mangel an: Notfallmedikamenten und dringendsten medizinischen Verbrauchsmaterialien (insbesondere für Traumaversorgung). Treibstoff für die Gesundheitszentren, um lebenserhaltende Systeme am Laufen zu halten. Grundversorgung der Bevölkerung: Die eingeschlossenen Familien benötigen dringend Nahrungsmittelpakete, um zu überleben. Wir handeln und sind bereit für Koordination:Das Ezidische Hilfswerk verfolgt die Situation mit größter Sorge. Wir sind in Kontakt mit lokalen Partnerorganisationen und haben detaillierte Listen mit Bedarfen und Mengenschätzungen erstellt. Wir sind bereit für eine schnelle Koordination und Lieferung, sobald sichere Zugänge geschaffen sind. Jede weitere Verzögerung kostet Menschenleben. Spendenaufruf:Um im Falle geöffneter Korridore sofort handeln zu können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Spenden Sie jetzt für: Medizinische Notfallversorgung Nahrungsmittel- und Überlebenspakete Unterstützung der lokalen Gesundheitsstrukturen Gemeinsam können wir nicht wegschauen. Die Menschen in Sheikh Maqsoud und Ashrafieh dürfen nicht vergessen werden. Helfen Sie uns, Leben zu retten. #Aleppo #SheikhMaqsoud #Ashrafieh #HumanitarianCrisis #Syria #YazidiAid #EzidischesHilfswerk Verwendungszweck: Emergency aid – Aleppo Emergency Call – Aleppo Reference Code: Emergency Aid minorities – Aleppo

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Verlorene Heimat, ungebrochene Herzen: Die stille Tapferkeit ezidischer Familien

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Sie verloren alles außer der Hoffnung: Die stille Revolution ezidischer Familien Stellen Sie sich einen Moment vor, das Fundament Ihrer Welt würde sich in Staub auflösen. Nicht nur Ihr Zuhause – sondern jedes Gefühl von Sicherheit, jede Gewissheit über morgen. Für tausende ezidische Familien ist dies keine grausame Gedankenübung. Es ist ihre Wahrheit. Sie haben die Hölle durchschritten. Mütter, die ihre Kinder an der Hand hielten, während sie um ihr Leben rannten. Väter, die ohnmächtig zusehen mussten, wie ihre Welt in Flammen aufging. Großeltern, die in den Trümmern ihrer uralten Kultur zurückblieben. Doch in ihren Augen – wenn man genau hinsieht – glimmt nicht nur Schmerz. Dort lodert ein anderes Feuer: Eine unglaubliche, fast trotzige Entschlossenheit, zu überleben. Nicht nur zu atmen. Sondern zu leben. Das Echo der Stille: Wenn Worte das Trauma nicht fassen können Amina* (Name geändert) sitzt in einer simplen Unterkunft im Nordirak. Sie wiegt ihr jüngstes Kind, das nach den Schrecken der Flucht geboren wurde. Sie spricht kaum. Doch ihre Hände erzählen die ganze Geschichte – wie sie sanft über den Kopf des Babys streichen, als würde sie damit jede böse Erinnerung fortwischen wollen. Ihre Liebe ist ihr lautestes Protest-Schrei gegen den Hass, der ihr widerfuhr. In der Ecke sitzt ihr ältester Sohn, Khalid. Mit zwölf Jahren hat er die Augen eines alten Mannes. Er träumt davon, Arzt zu werden. „Damit ich heilen kann, was kaputt ist“, sagt er leise. In seinem Wunsch steckt die ganze Seele seines Volkes: Aus der zerstörerischen Macht der Gewalt eine heilende Kraft zu erschaffen. Der zärtlichste Widerstand: Brot backen in der Fremde In einer Wohnung in Deutschland versammelt sich eine ezidische Familie. Die Großmutter, ihre Hände von Zeit und Arbeit gezeichnet, knetet Teig für Nane Sêwê, das traditionelle Fladenbrot. Der Duft von heißem Steinöl und Mehl erfüllt den Raum – ein Duft, der nach Heimat schmeckt. Die Enkelkinder beobachten sie mit großen Augen. Sie lernen keine Rezepte. Sie absorbieren Heimat durch ihre Sinne. Jeder Knetvorgang ist eine Lektion in Widerstandsfähigkeit. Jedes gebackene Brot ist ein Triumph: „Sie konnten uns vieles nehmen, aber nicht, wer wir im Innersten sind.“ Das ist ihr stiller, zärtlicher Widerstand: Die Zukunft backen, eine Prise Hoffnung nach der anderen. Eine Träne, die zu einem Brunnen wird: Die Kraft der Gemeinschaft Die tiefste Wunde des Völkermords ist das zerrissene Vertrauen. Doch hier geschieht ein Wunder: Ezidische Familien öffnen ihre armseligen Zelte in Flüchtlingscamps für andere. Sie teilen die letzte Decke. Sie wiegen das weinende Kind der Nachbarin, dessen eigene Mutter die Schrecken nicht überlebte. Eine Träne wird nicht allein vergossen. Sie wird in der Gemeinschaft aufgefangen und in Anteilnahme verwandelt. Das kollektive „Wir“ wird zur Rettungsleine, an der sich jede einzelne Seele festhalten kann. Die Großfamilie dehnt sich aus – sie umfasst nun alle, die das gleiche Leid teilen. Unsere Hand, die sich ihnen entgegenstreckt: Mehr als Überlebenshilfe Wenn wir vom Ezidischen Hilfswerk in diese Camps oder zu Familien in der Diaspora kommen, bringen wir nicht nur Nahrung und Medizin. Wir bringen eine Botschaft: „Wir sehen euch. Euer Schmerz ist nicht unsichtbar. Eure Hoffnung ist nicht umsonst.“ Jedes Nahrungspaket sagt: „Du wirst nicht hungern.“Jede Traumatherapie für ein Kind flüstert: „Deine Seele darf heilen.“Jede Ausbildung für eine junge Frau verkündet: „Deine Zukunft hat gerade erst begonnen.“ Aber die Last ist schwer. Die Narben sind tief. Khalids Traum, Arzt zu werden, braucht mehr als Mut. Er braucht eine Chance. Sie sind der nächste Satz in ihrer Geschichte Die Geschichte der ezidischen Familien wird weiter geschrieben. Eine Geschichte von unglaublichem Leid, aber auch von noch unglaublicherer Würde. Die Frage ist: Wer schreibt den nächsten Satz mit? Werden es Sätze der Vergessenheit und des verlorenen Gedenkens sein? Oder werden es Sätze der Heilung, der Zukunft und der wiedererlangten Würde sein? Diese Familien haben alles gegeben, um ihre Kinder, ihre Lieder, ihr sanftes Lächeln zu bewahren. Sie bitten nicht um Mitleid. Sie sehnen sich nach Gerechtigkeit. Nach der einfachen Möglichkeit, in Frieden zu leben, zu lieben und zu heilen. Ihre Hand kann den Unterschied ausmachen. Zwischen Verzweiflung und Hoffnung. Zwischen einem verlorenen und einem geborgenen Kind. Zwischen einem erlöschenden und einem neu entfachten Licht. Heute können Sie zum nächsten Satz in ihrer Geschichte werden. JETZT SPENDEN UND HOFFNUNG ZUR WIRKLICHKEIT MACHENIhre Spende ist mehr als eine Transaktion. Sie ist eine Geste der Menschlichkeit, die direkt in die Hände einer Mutter, in das Schulheft eines Kindes, in die Seele einer zerbrochenen Gemeinschaft fließt. Sie haben die Hölle gesehen. Helfen Sie uns, ihnen den Himmel auf Erden ein Stück näher zu bringen.

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Ezidische Familien: Kultur, Werte und der Kampf um den Erhalt der Gemeinschaft

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Ezidische Familien: Das Herzstück einer uralten Kultur und ihre Widerstandskraft Ezidische Familien sind mehr als nur soziale Einheiten; sie sind die lebendigen Wächter einer jahrtausendealten Religion und Kultur. In einem Leben, das oft von Verfolgung und Vertreibung geprägt ist, bilden sie das unerschütterliche Fundament der Gemeinschaft. Dieser Beitrag taucht ein in die einzigartige Welt ezidischer Familien, ihre tief verwurzelten Werte und die existenziellen Herausforderungen, vor denen sie heute stehen. Die Familie als Zentrum von Glaube und Identität Im Ezidentum wird religiöses und kulturelles Wissen nicht primär durch schriftliche Texte, sondern mündlich innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergegeben. Die Familie ist somit die erste und wichtigste Schule. Die ezidische Großfamilie: Ein starkes soziales Netzwerk Traditionell sind ezidische Familien als Großfamilien organisiert. Dieses System bietet in friedlichen Zeiten ein dichtes Netz aus Sicherheit und Unterstützung und wird in Krisenzeiten zur lebenswichtigen Überlebensstrategie. Herausforderungen im 21. Jahrhundert: Vertreibung und Diaspora Die Geschichte der Ezid:innen ist leider auch eine Geschichte der Verfolgung. Der Völkermord durch den sogenannten „Islamischen Staat“ im Jahr 2014 war ein traumatischer Einschnitt, der Hunderttausende zur Flucht zwang. Die Rolle der Frau in der ezidischen Familie Ezidische Frauen sind die tragenden Säulen der Familie. Sie sind traditionell die Hüterinnen des Hauses und spielen eine zentrale Rolle in der Weitergabe von Sprache, Liedern, Mythen und ethischen Lehren. Ihr Widerstand und ihre Stärke waren und sind entscheidend für das Überleben der Gemeinschaft, besonders in Zeiten der Verfolgung. Der gesellschaftliche Wandel bietet heute zunehmend Raum für Bildung und neue Rollenbilder. Wie das Ezidische Hilfswerk ezidische Familien stärkt Unsere Arbeit zielt darauf ab, das Fundament der ezidischen Familie zu stabilisieren und ihre Zukunft zu sichern: Fazit: Die Familie als Zukunft der Gemeinschaft Die Widerstandskraft der ezidischen Kultur liegt im Herzen ihrer Familien. Sie sind der Ort, an dem die Vergangenheit bewahrt und die Zukunft gestaltet wird. In einer Zeit enormer Herausforderungen geht es darum, diese Familienstrukturen zu schützen, zu heilen und zu stärken. Unterstützen Sie unsere Arbeit für ezidische Familien. Mit Ihrer Spende helfen Sie, Lebensgrundlagen zu schaffen, Trauma zu lindern und Kindern eine Zukunft in Würde zu ermöglichen – innerhalb der schützenden Gemeinschaft ihrer Familie.

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